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Basilikum-Pesto mit Fusilli

Pesto kann alles sein - beschreibt erst einmal ein Gericht, das aus einer Paste besteht. Bei den Römern gab es das sogenannte Moretum, bei dem diverse Kräuter zu einer Paste zermörsert wurden. Wer jetzt denkt „Haltemool, des kimmt mer irschendwie bekannt vor.“, der hat wahrscheinlich recht.

Das Pesto der DB
Das Pesto der DBDas Pesto der DB

Geführt als: Basilikum-Pesto mit Fusilli

Das Gericht

Pesto kann alles sein - beschreibt erst einmal ein Gericht, das aus einer Paste besteht. Bei den Römern gab es das sogenannte Moretum, bei dem diverse Kräuter zu einer Paste zermörsert wurden. Wer jetzt denkt „Haltemool, des kimmt mer irschendwie bekannt vor.“, der hat wahrscheinlich recht. Es sieht so aus als würden die hessische Grüne Sauce und Pesto sich einen römischen Vorfahren teilen - salopp gesagt sind Pesto und Grüne Sauce also quasi transalpine Cousinen. Schee. Die Römer haben's übrigens aus dem Orient übernommen.

Wenn wir Pesto hören, denken wir meistens an eine Grüne Sauce. Streng genommen denken wir an das Genueser Pesto, welches aus Genueser Basilikum (DOP), Nativem Olivenöl Extra, Parmigiano Reggiano (DOP), Pecorino (DOP) Typ fiore sardo, Pinienkernen, Knoblauch und Salz besteht. Jede Menge edler Zutaten - viele mit der DOP, also der Herkunftsbeschränkung. Wie kann es also sein, dass seit einigen Jahrzehnten Pesto auch das Synonym für mittelloses Studentenessen ist? Das wiederum liegt daran, dass viele der teuren Zutaten sich durch billige Zutaten ersetzen lassen, ohne das Gericht ungenießbar zu machen. Dann sollte man es zwar nicht mehr Pesto genovese nennen, aber Konzerne haben einen Trick gefunden, den Verbraucher trotzdem zu täuschen. Wenn man es Pesto alla genovese nennt, also Pesto nach Genueser Art, ist das kein Problem (man darf es aber auch Pesto genovese nennen, man wird dann nur dafür im Internet beschimpft. Hirtenkäse, Pommessauce, Schnitzel Wiener Art und Pizzabelag lassen ihre Grüße ausrichten.

Wie war's?

Die Fusilli kommen warm, mit einem Klecks grünem Pesto auf einen tiefen Teller, der auf einem flachen Teller steht. Dazwischen liegt eine Serviette als Klapperdeckchen, was eigentlich in einem Zug ein tolles Detail ist, wäre da nicht der Umstand, dass man immer noch eine Serviette braucht. Dazu gibt es eine Tüte "Käse". Die Präsentation ist ansprechend, der Geruch angenehm, wenn auch etwas zurückhaltend. Angesichts der Tatsache, dass diese Speisen aber auch im Abteil serviert werden, ist das durchaus akzeptabel und sogar wünschenswert. Allerdings endet an dieser Stelle dann auch die Begeisterung:

Bei genauer Betrachtung erkennt man, dass die Nudeln schon leicht angetrocknet kommen. Daneben lebt ein anständiges Pestogericht von der Durchmischung mit Olivenöl, Kochwasser und Pesto, welches zu einer instabilen cremigen Schicht emulgiert. Das ist in einem Teller schwer herzustellen, insbesondere wenn der Teller zu klein ist, um kraftvoll umzurühren. Wie in Das Gericht erwähnt, ist das Pesto der Star der Convenience-Küche, weil es günstig herzustellen ist, und auch hier werden alle Preistaktiken eingesetzt: Rapsöl statt Olivenöl, unspezifischer Hartkäse statt Parmesan und Cashewkerne statt von Pinienkernen. Die Nudeln sind zwar überkocht, aber für ein Fertiggericht trotzdem annehmbar. Trotzdem haben sie eine eigenartig matschige Konsistenz im Inneren - bemerkenswert für angetrocknete Nudeln. Wer glaubt, sein Pesto mit dem mitgelieferten Käse zu verbessern, wird eines besseren belehrt: der gefriergetrocknete Pulverkäse wirkt ähnlich wie Ölbinder, der zum Abbinden von Mineralölen genutzt wird, indem er dem Gericht die letzte Spur von wohligem Mundgefühl raubt. Geschmacklich ist das Pesto zwar in Ordnung, hat aber einen leicht stechenden Gemüsegeschmack dessen Herkunft wir im Verlauf nicht weiter bestimmen konnten.

Alles in allem empfehlen wir das Pesto insbesondere Leuten, für die Nudeln mit Pesto das "Safe Food" sind. Allen anderen empfehlen wir in der Speisekarte weiterzubälttern. Wir geben dem Gericht 3/5 Zügen - aber nur, weil Pasta immer gut ist.

ℹ️
Bewertung: 3/5 Zügen
Preis: 12,50€
Testdatum: 25. August 2026
Einführungsdatum: -
Abschiedsdatum: -

Inhaltsstoffe: Fusilli – Trinkwasser, HARTWEIZENGRIESS, Jodsalz (Speisesalz, Kaliumjodat)), Rapsöl

Basilikum Pesto – Rapsöl, Basilikum (22 %), HARTKÄSE (12 %), CASHEWKERNE (6 %), Knoblauch, jodiertes Speisesalz (Speisesalz, Kaliumjodat), Antioxidationsmittel (Ascorbinsäure)

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